Die St. Elisabeth-Kirche wurde von dem Kölner Dombaumeister
Bernhard Hertel als neogotischer Ziegelbau errichtet.
Der gesamte Kirchenbau ist in die Häuserfront hineingestellt. Der Querriegelbau der straßenseitig liegenden Vorhalle ist flankiert von einem Turmpaar, das der Kirchenfassade ihr typisches hochragendes Aussehen gibt.
Das Kirchenschiff verläuft in Nord- Südrichtung, mit dem Altarraum im Norden. Das gesamte Kirchengebäude weist eine horizontale wie auch vertikale Dreiteilung auf:
vertikale Aufteilung (von unten nach oben):
Unterhalle ( Pfarrsaal)
Kirchenraum
Dachetage
horizontale Gliederung (von Süd nach Nord):
Vorhalle
Kirchenraum
Chorraum
Der Chorraum
Er bildet den vorderen Abschluss des Kirchenschiffes und ist halb so breit wie dieses: ein steil aufragender, stark eingezogener Raum mit quadratischem Grundriss. Seine Rückwand verläuft zur Decke hin spitzbogig. Sie ist glatt, ohne architektonische Gliederung und daher ideal als Träger für ein Fresko oder - wie ursprünglich geplant - für ein Wandmosaik. Der Chorraum ist oben mit einem gotischen Sterngewölbe abgeschlossen. Durch die kleinteilige Netzstruktur des Gewölbes mit seinem Schlussstein und durch die jeweiligen starken Kappenbusungen, besonders in den Zwickeln, erhält die Decke den Charakter eines Spitztonnengewölbes. Sein Licht erhält der Chorraum durch ein mehrteiliges, breit gelagertes Maßwerkfenster in der Ostseite.
Den vorderen Abschluss des Chores bildet ein ausgesparter spitzbogiger Triumphbogen, dessen Scheitel fast in Höhe der Netztonne des Chores liegt.
Der Kirchenraum
Bei ihm handelt es sich um einen Wandpfeilersaal, längs rechteckig gestreckt, mit vier schmalen querrechteckigen Jochen. Durch diese Joche erhält der Raum eine aufgelockerte Gliederung. Drei der vier Joche enthalten – auf der rechten Seite – je ein großes spitzbogiges Fenster. Die linken Jochseitenfenster sind ohne Öffnungen: sie bilden eine sogenannte Blendfensterwand.
Die hohe umlaufende Wandvertäfelung im Innern gliedert den gesamten Kirchenraum in zwei horizontale Zonen.
Der Kirchenraum wird oben abgeschlossen durch ein gotisches Netzrippengewölbe in Tonnenform, das aus den Wandpfeilern spitzgratig herauswächst und sich in Höhe der Fenstermaßwerke verkröpft.
An der gesamten Blendfensterwand dient ein umlaufender Emporengang als Verbindung von rückwärtiger Orgelempore und der Chorempore. Diese Chorempore ist erkerartig ausgebildet mit Brüstung und Gitterstabwerk aus Holz.
Die rückwärtige Wand des Kirchenraumes besitzt seitlich jeweils zwei Doppelzugänge von der Vorhalle her, und in der Mitte, axial, eine altanartige Kapellennische in Form eines Erkers. Über dem Erker liegt die Orgelempore, die sich über die gesamte Breite des Raumes erstreckt.
Das Kirchengebäude in Zahlen
Außenabmessung
Länge der Kirche 41,75m
Breite der Kirche 17m
Höhe des Kirchenschiffs 28m
Höhe des Kirchturms 52m
Innenabmessung
Breite des Kirchenraumes 16m
Breite des Chorraumes 7m
Höhe des Chorraums 14m
Länge des Kirchenraumes 25m
Länge der Orgelempore 6m
Höhe des Kirchenraumes 18m
Weitere Seiten zur St. Elisabeth-Kirche:
Darstellungen der Heiligen Elisabeth in der Elisabeth-Kirche
