Geschichte des Kirchenchores

Der Chor hat im Laufe der Jahre verschiedene Namen getragen. Als er im Jahre 1869 gegründet wurde, nannte er sich "St.-Matthias-Gesang-Verein". 1891 erhielt er die Bezeichnung "Cäcilien-Verein".

Erst im Jahre 1920 bekam er seinen heutigen Namen:"Kirchenchor" (von seinen Mitgliedern scherzhaft:Ki-Cho-Sa-Ma" genannt).

Ursprünglich war das Amt des Organisten und Chordirigenten getrennt. Es fungierten als Organisten:

stiftungsbrief

1868-1871 Lehrer Kaiser
1871-1872 Musiklehrer Zillmann
1872-1889 Lehrer Glatzel
1889-1891 Musiklehrer Breitkopf
Chordirigenten:  
1869-1871 Assessor Stieve
1871-1872 Musiklehrer Zillmann
1879-1886 Lehrer Wiesener
1886-1888 Konzertmeister Makomaski
1888-1889 Rektor Halama
Im Jahre 1889 wurde das Amt des Organisten und Chordirigenten vereinigt. Seitdem waren tätig:
1889-1912 Konrektor Franz Ewert
1912-1917 Kapellmeister Ben Geysel (Duivendrecht- Holland)
1917-1919 Lehrer Karl Müller
1919-1945 Dr. Wilhelm Schosland
 
Im November 1930 hatte der Chor 27 Sängerinnen und 23 Sänger:
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Im Oktober 1934 gab es 15 Sopran- / 9 Alt- / 7 Tenor- / 11 Bass-Stimmen.

Erwähnenswert aus der Geschichte des Kirchenchores sind seine Auslandsreisen 1936, 1938 und 1939 nach Dänemark,Schweden und Norwegen. Im Rundfunk von Oslo, Göteborg, Kopenhagen und Malmö hat der Chor mit großem Erfolg unter Leitung von Prof. Dr. Wilhelm Schosland gesungen.

matthias

 

Im Laufe der Jahre hat der Chor durch Fortzug, Tod und aus anderen Gründen immer wieder Mitglieder verloren. Aus allen diesen möchten wir einen Namen herausheben, der jahrzehntelang praktisch die Funktion eines 1. Vorsitzenden wahrgenommen hat: Fritz Meißner. Über den Chor hinaus ist er vielen Gemeindemitgliedern durch seine so beliebten Beiträge auf unseren Gemeindefesten, gewöhnlich in Verbindung mit Walter Funke noch in lebendiger Erinnerung.

 

Am 1. 10. 1932 lud W. Schosland seinen Chor zum Dank ein: die "...Männer werden mit Bier, die Damen mit Obst bewirtet..." und weiter heißt es "...In diesem Winter werden wir Gelegenheit haben, unser Programm etwas abwechslungsreicher gestalten zu können. Die Orchestermessen werden wieder zur Aufführung gelangen und zum Weihnachtsfest werden wir eine neue Orchestermesse einstudieren. Daneben werden wir an der "Missa brevis" von Palestrina weiter arbeiten, ferner werden die Damen die `von Nuffel-Messe`, die Herren fleißig Choral studieren."

An anderer Stelle: "...Unentschuldigtes Nichtbesuchen der Proben schließt von der Aufführung aus. Wir werden eine Anwesenheitsliste führen und der Ordnung wegen so durchführen, dass bei unentschuldigtem Fehlen ein bestimmter Prozentsatz der nicht besuchten Proben das betreffende Chormitglied von der Aufführung ausschließt...". Und: "... es besteht die Möglichkeit, dass wir in der nächsten Zeit für eine Grammophon Gesellschaft Platten besingen werden...". Ob es jemals zur Vollendung dieser Schallplatte kam, ist nicht dokumentiert.

Damals wie heute galt es, immer wieder an die Disziplin der Laienchorsänger zu appelieren:

"...Unser Chor ist für größerer Werke nur dann leistungsfähig, wenn alle Mitglieder alle Proben und Aufführungen besuchen. Ich bitte daher alle Damen und Herren mit neuer Liebe, Fleiß, Ausdauer, Regelmäßigkeit und Pünktlichkeit weiterhin mitzuarbeiten...".

 

Einen interessanten Protestbrief des Chorsängers Johannes Blaschke aus Friedenau bezüglich des Zustand der Choremporen findet man im Archiv:

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Weitere Damen und Herren, die in der Folgezeit als Kirchenmusiker tätig waren:

ab Juli 1945

Fräulein Terwelp

Ende 1945

Rektor Engelbert Fleischer

1946-1968

Albert Tinz

Juli 1969 - Mai 1982

Ludger Mai (Heribert Schätze, Chorleiter von 69-78)

Mai 1982 - Dez. 1982

Horst Buchholz (Jochen Großmann, Chorleiter)

Januar 1983 - März 1988

Jaczek Domagalla (ab 11. August 1983 Großmann, Chorleiter)

April 1988 - Sept. 1988

Jochen Großmann

Oktober 1988 - Sept. 1993

Burkhard Ascherl

seit Januar 1994

Ulrich Gembaczka