Im Oktober 1934 gab es 15 Sopran- / 9 Alt- / 7 Tenor- / 11
Bass-Stimmen.Erwähnenswert aus der Geschichte des Kirchenchores sind seine
Auslandsreisen 1936, 1938 und 1939 nach Dänemark, Schweden und Norwegen.
Im Rundfunk von Oslo, Göteborg, Kopenhagen und Malmö hat der Chor mit großem Erfolg
unter Leitung von Prof. Dr. Wilhelm Schosland
gesungen. |
Im Laufe der Jahre hat der Chor durch
Fortzug, Tod und aus anderen Gründen immer wieder Mitglieder verloren. Aus allen diesen
möchten wir einen Namen herausheben, der jahrzehntelang praktisch die Funktion eines 1.
Vorsitzenden wahrgenommen hat: Fritz Meißner. Über den Chor hinaus ist er vielen
Gemeindemitgliedern durch seine so beliebten Beiträge auf unseren Gemeindefesten, gewöhnlich
in Verbindung mit Walter Funke noch in lebendiger Erinnerung. Am 1. 10. 1932 lud W. Schosland seinen Chor zum Dank ein: die "...Männer
werden mit Bier, die Damen mit Obst bewirtet..." und weiter heißt es "...In
diesem Winter werden wir Gelegenheit haben, unser Programm etwas abwechslungsreicher gestalten
zu können. Die Orchestermessen werden wieder zur Aufführung gelangen und zum Weihnachtsfest
werden wir eine neue Orchestermesse einstudieren. Daneben werden wir an der "Missa brevis" von
Palestrina weiter arbeiten, ferner werden die Damen die `von Nuffel-Messe`, die Herren fleißig
Choral studieren." An anderer Stelle:
"...Unentschuldigtes Nichtbesuchen der Proben schließt von der Aufführung aus. Wir
werden eine Anwesenheitsliste führen und der Ordnung wegen so durchführen, dass bei
unentschuldigtem Fehlen ein bestimmter Prozentsatz der nicht besuchten Proben das betreffende
Chormitglied von der Aufführung ausschließt...". Und: "... es besteht
die Möglichkeit, dass wir in der nächsten Zeit für eine Grammophon Gesellschaft Platten
besingen werden...". Ob es jemals zur Vollendung dieser Schallplatte kam, ist
nicht dokumentiert. Damals wie heute galt es, immer wieder
an die Disziplin der Laienchorsänger zu appelieren: "...Unser Chor ist für größerer Werke nur dann leistungsfähig, wenn alle
Mitglieder alle Proben und Aufführungen besuchen. Ich bitte daher alle Damen und Herren mit
neuer Liebe, Fleiß, Ausdauer, Regelmäßigkeit und Pünktlichkeit weiterhin
mitzuarbeiten...". Einen interessanten Protestbrief des
Chorsängers Johannes Blaschke aus Friedenau bezüglich des Zustand der Choremporen findet man
im Archiv: Weitere Damen und Herren, die in der Folgezeit als Kirchenmusiker tätig
waren: | ab Juli 1945 | Fräulein
Terwelp | Ende 1945 | Rektor Engelbert
Fleischer | 1946-1968 | Albert Tinz |
Juli 1969 - Mai 1982 | Ludger Mai (Heribert Schätze, Chorleiter von
69-78) | Mai 1982 - Dez. 1982 | Horst Buchholz (Jochen
Großmann, Chorleiter) | Januar 1983 - März 1988 |
Jaczek Domagalla (ab 11. August 1983 Großmann, Chorleiter) |
April 1988 - Sept. 1988 | Jochen Großmann |
Oktober 1988 - Sept. 1993 | Burkhard Ascherl |
seit Januar 1994 | Ulrich Gembaczka | |