Katholische Kirchengemeinde St. Matthias


Senegal - Geschichte unseres Partnerprojekts

Unser Partnerprojekt in N'Diaganiao im Senegal

Sankt Matthias unterstützt Kinder in einer abgelegenen Gemeinde in Westafrika.
N'Diaganiao (gesprochen: Djanganau) ist ein kleiner Ort mit ca. 50.000 Einwohnern 120 km östlich von Dakar, der Hauptstadt Senegals. Es ist eine ländliche Gegend mit kargen Böden. Die Bevölkerung ist arm, viele Familien leben noch weitgehend von der Subsistenzwirtschaft. Nur eine gute schulische Betreuung eröffnet der Jugend eine Chance auf Ausbildungs- und Arbeitsplätze in den Städten. Dazu bedarf es der Hilfe von außen, um die Eltern zu unterstützen, ihre Kinder angemessen zu versorgen.
Zum ersten Mal geriet N'Diaganiao in den Fokus der Gemeinde Sankt Matthias im Jahr 2005, als die damalige Pfarrsekretärin Frau Anne-France Werner (+ 2011) der Gemeinde ein von ihrer Schwester Frau Elisabeth Bazin geleitetes Hilfsprogramm vorstellte, das von der humanitären Organisation “St. Dominique-Solidarité” in Nantes für N'Diaganiao in Gang gesetzt worden war. Der Aufruf von Frau Werner fand große Beachtung in St. Matthias und seither ist es Gewohnheit geworden, die Mittel aus der Kollekte der Mittwochsmesse der Hilfsaktion für N'Diaganiao zu widmen. Unsere Pfarrgemeinde trägt inzwischen jährlich im Durchschnitt zwischen 3.500 und 4.500 Euro zu den Einnahmen des Hilfsprojekts (insgesamt etwa 30.000 Euro im Jahr) bei. Im letzten Abrechnungsjahr 10/2018 - 09/2019 betrug der Finanzierungsbeitrag von St. Matthias 4.510 Euro bei Gesamtausgaben des Projekts von 29.100 Euro.
Frau Bazin steht fortlaufend in engem Kontakt mit St. Matthias. Zweimal im Jahr reist sie für ein paar Wochen nach N'Diaganiao, um sich von der Verwendung der Spenden zu überzeugen und berichtet regelmäßig über die Situation vor Ort.

Während der Schwerpunkt der Hilfsaktion in den ersten Jahren noch auf der Grundversorgung der Einwohner von N'Diaganiao mit Nahrungsmitteln, Wasser und Brennmaterial zum Kochen lag, zählen inzwischen der Bau und der Betrieb der der örtlichen Schule “Marie Médiatrice” (Maria Mittlerin) angeschlossenen Kita, die Förderung eines Internats und die Betreuung der Schüler und Kleinkinder zu den zentralen Maßnahmen.



Neben baulichen Verbesserungen der Kita übernimmt "St. Dominique Solidarité" die Kosten für das Mittagessen der Kinder, Medikamente und Teile das Gehalts der Erzieherinnen. Mit nur 30 Euro pro Jahr kann die Versorgung eines Kindes maßgeblich unterstützt werden. "St. Dominique Solidarité" bietet hierzu die Übernahme von Patenschaften an. Die Schule “Marie Médiatrice”, die von mehr als 600 Schülern besucht wird, erhält Verpflegungszuschüsse, Küchenausrüstung, sowie Einschulungshilfen. Auch hier vermittelt St. Dominique Solidarité Patentschaften für einzelne Schüler für jeweils 45 Euro pro Jahr.

Relativ neu ist ein kleines Gebäudeensemble neben dem Schulgelände, das sogenannte "Haus St. Do", das aus einem Internat, einem Restaurant und einem Gästezimmer mit einem kleinen Wohnraum besteht, das Besuchern zur Verfügung steht. Die Einnahmen aus dem Restaurant und aus der Vermietung des Gästezimmers fließen in das Gesamtbudget.



Im Jahr 2020 wird "St. Dominique Solidarité" die Bemühungen fortsetzen, in französischen Schulen Jugendliche auf das Projekt aufmerksam zu machen, Flohmärkte zu organisieren, auf denen afrikanische Handwerksprodukte angeboten werden, und zusätzliche Patenschaften einwerben. Im Senegal sind weitere Maßnahmen am Kita-Gebäude geplant (Installierung von Sitzbänken und Markisen an der Fassade, sanitäre Verbesserungen, Einrichtung eines Spielbereichs für die Kleinen im hinteren Gebäudeteil).

Die Erfahrung von nunmehr fünfzehnjähriger Zusammenarbeit mit "St. Dominique Solidarité" und das unermüdliche und erfolgreiche Engagement von Frau Bazin und ihren Mitarbeitern zeigen, was eine private Initiative mit letztlich bescheidenen Mitteln an tatsächlicher Armutsbekämpfung leisten kann. Hier können wir sicher sein, dass jeder Euro bei denen ankommt, die unsere Hilfe benötigen.

Wer außerhalb der Mittwochskollekte helfen möchte, findet in den in der Kirche ausgelegten Faltblättern die notwendigen Angaben oder kann sich an das Pfarrbüro wenden.


Hans Over